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MICH WOHLER FÜHLEN

Meine Gesundheit

MICH WOHLER FÜHLEN

Es gibt eine Menge, was Sie tun können, damit Sie sich in Ihrem Körper wieder besser zu Hause fühlen. Wenn Sie aktiv werden, gewinnen Sie auch ein Stück weit die Kontrolle über Ihren Körper zurück. Werden Sie zu Ihrem eigenen besten Freund. Hören Sie sich selbst zu. Finden Sie heraus, was Ihnen guttut und was Sie stärken kann. Und versuchen Sie nicht perfekt zu sein – wir alle haben bessere und schlechtere Tage.

SOLL ICH NACH MEINER DIAGNOSE METASTASIERTER BRUSTKREBS MEINE ERNÄHRUNG UMSTELLEN?

Auch wenn Sie vielleicht etwas anderes gelesen haben: Es gibt keine „Krebsdiät“, die den Krebs „aushungern“ kann. Natürlich ist es immer sinnvoll, sich gesund zu ernähren, egal ob Sie an metastasiertem Brustkrebs erkrankt sind oder nicht. Das stärkt Ihr Immunsystem – und damit Ihre Fähigkeit, Infektionen und Viruserkrankungen zu bekämpfen. Sie werden vielleicht feststellen, dass Sie seit Ihrer Krebsdiagnose öfter krank werden, da Stress und manche Therapien das Immunsystem schwächen können.

Wenn Sie aufgrund Ihrer metastasierten Brustkrebserkrankung Ihre Ernährung umstellen wollen, sollten Sie darüber mit Ihrem behandelnden Arzt sprechen. Er kann Ihnen eine Ernährungsberatung empfehlen, bei der Schritt für Schritt die Ernährung umgestellt wird. Die Ernährungsberatung kann Ihnen auch helfen, wenn Sie aufgrund Ihrer Therapie Probleme mit Übelkeit oder Durchfall haben und sich trotzdem gut ernähren wollen.

IST SPORT TROTZ MEINER ERKRANKUNG GUT FÜR MICH?

Ja, es hat sich gezeigt, dass regelmäßiges, aber nicht zu anstrengendes Training sowohl Ihr körperliches als auch Ihr emotionales Wohlbefinden verbessern kann. Selbst ein täglicher Spaziergang von zehn Minuten kann Müdigkeit und fehlendem Appetit – typische Symptome Ihrer Erkrankung – entgegenwirken. Bewegung hilft auch beim Stressabbau, beim Einschlafen und kann sogar Schmerzen lindern. In Bezug auf Sport gilt die gleiche Regel wie für fast alles andere auch: Was sich gut anfühlt, ist auch gut für Sie.


Wenn Ihnen der Sinn nach Tanzen steht, brauchen Sie sich nicht mit sanften Bewegungen zu begnügen. Ihr Körper sagt Ihnen schon, wenn die Grenze erreicht ist. Dann ist es allerdings auch wichtig aufzuhören. Und wahrscheinlich werden Sie feststellen, dass Sie schneller ermüden als früher. Im Zweifelsfall kann Ihnen Ihr Arzt raten, welche Sportarten für Sie geeignet sind.

WIE VIEL und WIE OFT Sie trainieren sollten, hängt von vielen Faktoren ab: Ihrem persönlichen Fitnesslevel vor Behandlungsbeginn, den Medikamenten, die Sie erhalten, welche Nebenwirkungen Sie spüren und welche Krankheitssymptome auftreten. Wenn Ihre Krebserkrankung oder Ihre Therapie die Knochen angegriffen hat, sollten Sie bestimmte Bewegungen vermeiden.

KÖNNEN MIR ZUSÄTZLICH NATUR-HEILKUNDLICHE ODER KOMPLEMENTÄRE THERAPIEN HELFEN?

Viele Frauen mit metastasiertem Brustkrebs berichten, dass ihnen ergänzende Therapien geholfen haben, die zusätzlich zur Schulmedizin eingesetzt wurden. Diese sogenannte Komplementärmedizin kann körperliche Beschwerden aufgrund des Tumors oder durch Nebenwirkungen der Medikamente abschwächen. Eine wichtige Rolle spielt sie auch bei den psychischen Auswirkungen der Erkrankung – sie kann Depressionen oder Ängste vermindern. Allerdings liegen für die meisten dieser Angebote derzeit noch keine Daten zur klinischen Wirksamkeit vor.

Es steht eine Vielzahl an Möglichkeiten ergänzender Therapien und Aktivitäten zur Verfügung. Manche werden zu Ihnen passen, andere vielleicht weniger. Überlegen Sie,
was Ihnen guttun könnte.

Bitte informieren Sie Ihren behandelnden Arzt über alle zusätzlichen Maßnahmen und Therapien, da sich diese auf Ihre medikamentöse Krebsbehandlung auswirken könnten.

GUT ZU WISSEN – UM MICH WOHLZUFÜHLEN

  • Sie müssen sich an keine besonderen Ernährungsregeln halten – essen Sie einfach, worauf Sie Appetit haben.
  • Bewegung tut gut – und zwar dem Körper und der Seele. Selbst ein 10-minütiger Spaziergang kann schon viel bewirken.
  • Es gibt keine allgemein gültigen Begrenzungen für Aktivitäten - machen Sie das, was Ihnen Spaß macht und sprechen Sie mit Ihrem Arzt wenn Sie Bedenken haben ob beispielsweise eine Sportart für Sie geeeignet ist oder nicht.
  • Komplementäre Krebsbehandlung zusätzlich zur Schulmedizin kann für Psyche und Körper hilfreich sein und manche Nebenwirkungen von Medikamenten mindern.
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