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METASTASIERTER BRUSTKREBS GENAUER BETRACHTET

METASTASIERTER BRUSTKREBS GENAUER BETRACHTET
WAS BEDEUTET „METASTASIERTER BRUSTKREBS“?

Metastasierter Brustkrebs ist eine Krebsform, bei der Krebszellen von der Brust aus in andere Körperregionen gestreut haben. Die Tumore in diesen Bereichen nennt man Metastasen.

WIE UNTERSCHEIDEN SICH DIE VERSCHIEDENEN TYPEN VON METASTASIERTEM BRUSTKREBS?

Wenn die Diagnose mBC feststeht, bestimmen die Ärzte den jeweiligen Krebstyp. Von den Unterschieden hängt die bestmögliche Behandlung ab.

Bei Brustkrebs spielen die genetischen Marker HER2 und Hormonrezeptoren eine wichtige Rolle. Diese Marker unterstützen die Entscheidung für eine effektive Behandlung.

Antihormontherapie, Chemotherapie, zielgerichtete Therapie, Bestrahlung und Operation sind Möglichkeiten, den Brustkrebs zu bekämpfen.

  • Anti-
    hormon-
    therapie
  • Chemo-
    therapie
  • Zielge-
    richtete
    Therapie
  • Bestrah-
    lung
  • Operation

Weitere Informationen über die Behandlungsmöglichkeiten für metastasierten Brustkrebs finden Sie in der Rubrik Meine Behandlung von A-Z.


Wie bei frühem Brustkrebs unterscheidet man bei metastasiertem Brustkrebs vier Grundtypen:

HORMONREZEPTOR-POSITIV, HER2-NEGATIV

Etwa zwei Drittel aller betroffenen Frauen haben diese häufigste Form des Brustkrebses. Dabei können innerhalb der Krebszellen sogenannte Hormonrezeptoren nachgewiesen werden, deren Aktivierung durch die Hormone Östrogen und Progesteron das Wachstum des Tumors fördert. Diese Hormonrezeptoren werden in Östrogen- und Progesteronrezeptoren unterteilt.

Bei HER2 handelt es sich um eine andere Art von Rezeptor, der sich bei diesen Patientinnen nicht an den Krebszellen befindet. Daher spricht man von „Hormonrezeptor-positiv, HER2-negativ".

HORMONREZEPTOR-NEGATIV, HER2-POSITIV

„HER2 positiv“ bedeutet, dass sich an den Krebszellen eine besonders hohe Anzahl an HER2-Rezeptoren befinden. Die Aktivierung der HER2-Rezeptoren fördert das Tumorwachstum über eigene Signalwege.

Hormonrezeptoren sind bei diesem Brustkrebstyp nicht nachweisbar.

HORMONREZEPTOR-POSITIV, HER2-POSITIV

Dieser Krebs weist nicht nur eine besonders hohe Anzahl HER2-Rezeptoren, sondern auch viele Hormonrezeptoren auf.

HORMONREZEPTOR-NEGATIV, HER2-NEGATIV – MANCHMAL AUCH TRIPLE-NEGATIV GENANNT

Bei 10–20% der Tumore bilden die Krebszellen keine Östrogen-, Progesteron- oder HER2-Rezeptoren aus – sie gelten als „triple-negativ“.

Wenn Ihr Brustkrebs erneut aufgetreten ist, sollten der Hormonrezeptor- und HER2-Status trotzdem erneut überprüft werden, da sich die Metastasen vom primären Brusttumor unterscheiden können.

WAS BEDEUTET „STADIUM IV“ BEI MEINEM BRUSTKREBS?

Die Medizin klassifiziert Tumore in Stadien von 0 bis IV, je nach Größe und Ausbreitung. Stadium IV bedeutet, dass der Tumor in andere Teile des Körpers gestreut hat. Deshalb ist metastasierter Brustkrebs immer ein Krebs im Stadium IV.

Noch genauer als mit dieser groben Stadieneinteilung können Mediziner den Krebs mit dem sogenannten TNM-System klassifizieren. Hier steht T für Tumorgröße, N Nodus (Befall von Lymphknoten), und M für Metastasen.

WIE UNTERSCHEIDEN SICH DIE VERSCHIEDENEN STADIEN?

Wenn der Brustkrebs als Stadium 0, I oder II klassifiziert wird, wurde er früh entdeckt. Dann befindet er sich nur in der Brust oder hat höchstens in ein paar brustnahe Lymphknoten gestreut. Lymphknoten sind Teil des Lymphsystems, das sich durch den ganzen Körper zieht und über das sich Krebszellen genauso im Körper ausbreiten können wie über die Blutbahn.

Sehr große Tumore in der Brust, die sich schlecht operieren lassen, und Brustkrebs, der bereits in brustnahe Lymphknoten gestreut hat, nennt man Brustkrebs im Stadium III. Dieser Krebs hat noch keine Metastasen gebildet. 

In Stadium IV ist der Krebs am weitesten fortgeschritten. Er hat Metastasen gebildet, d.h. der Krebs hat sich in andere Körperteile ausgebreitet und dort neue, kleine Tumore gebildet.

red